Geschichte

Die Sage von der Fänn Geiss

Die SVP-Meierskappel freut sich, Ihnen Meierskappel vorstellen zu dürfen.
Wir hoffen, dass Sie sich damit über unsere Gemeinde besser orientieren können.

 

Das Gemeindewappen von Meierskappel zeigt einen Ginsterstrauch.

In früheren heidnischen Zeiten feierte man das Erntefest. An Stelle dieser abergläubischen Bräuche führte man mit dem Christentum christliche Feste ein. Das Erntefest wurde durch das Muttergottesfest (15. August) ersetzt und ist mit dem Namen "Mariä Himmelfahrt" bekannt. Es wird auch "Mariä Kraut oder Würzweihe" genannt. Es werden dabei Kräuterbüschel in die Kirche gebracht und gesegnet. Der Ginsterstrauch ist eine typische Pflanze dieser Gegend. Es war deshalb naheliegend, dass das Kräuterbüschel mit dem Ginsterstrauch im Wappen symbolisiert wurde.

Nebst der Verbreitung unserer, dem Allgemeinwohl dienenden politischen Zielen, sind wir bestrebt, allgemeine Informationen zu vermitteln. Dies erachten wir als Auftrag, den Sie uns mit Ihrem entgegengebrachten Vertrauen erteilt haben.


Ort, Lage, Grösse
Die Gemeinde Meierskappel liegt im Kanton Luzern auf einer Höhe von 497ü.M. Der höchste Punkt liegt auf dem Michaelskreuz mit 794.8 m. Das Gemeindegebiet überdeckt eine Fläche von 923 ha, 61 a und 81 m2. Meierskappel ist eine der 107 Gemeinden des Kanton Luzern und liegt im Verwaltungsbezirk des Amtes Luzern-Land. Meierskappel grenzt mit dem Gemeindegebiet Böschenrot-Chiemen als einzige Luzernergemeinde an den Zugersee. Das Wasser (Fläche 243 ha, 31a und 81m2) gehört jedoch dem Kanton Luzern und ist somit staatlicher Besitz. Einwohnerstand 1060 (31.12.2004).


Allgemeine Geschichte von Meierskappel
Meierskappel ist zusammengesetzt aus "Meier" und "Kappel". Es bedeutet also Kapelle des Meiers. Wie bekam unsere Gemeinde diesen Namen? In allerfühester Zeit regierten in unserer Gegend die Römer. Später waren es die Alemannen, und seit 538 herrschten die Franken. Das ganze Gebiet war somit dem Frankenkönig unterstellt.

858 verschenkte der Frankenkönig Ludwig der Deutsche, ein Enkel von Karl dem Grossen, die ganze Gegend von Meierskappel an ein Frauenkloster in Zürich, an das Fraumünsterstift St.Felix und Regula. Die Klosterfrauen selber konnten aber unsere Gegend nicht bebauen. Darum hat das Kloster einen Verwalter- einen Meier bestellt, der im Auftrag des Stiftes zu schalten und zu walten hatte.

Er musste folgendes besorgen:
   die Zinsen für das Kloster einziehen
   Zu Gericht sitzen, wenn ein Frevel oder ein Diebstahl vorgekommen ist.
   Dafür sorgen, dass das Fraumünster keinen Schaden erlitt.

Als Belohnung besass der Meier einen schönen grossen Hof, ein Bauerngut mit viel Vieh, mit vielen Knechten und Mägden. Sein Hof hiess Meierhof. Er war in Böschenrot. Dazu gehörte auch ganz Lendiswil.

Am Ende des 7. Jahrhunderts wurde unsere Gegend erstmals christianisiert. Der damalige Meier hatte nun für sich, für seine Untergebenen und für alle Christen der Gegend eine Kapelle zu bauen. Die Christen hätten sonst nach Cham zur Kirche gehen müssen. Daraus entstand: Meierskapelle = Meierskappel.

Einige Geschichtsdaten von Meierskappel
 
1406  Meierskappel wird dem Kanton Luzern zugeteilt.
 
1798  Gefecht am Chiemen gegen Franzosen.
 
1847  Sonderbundkriege: Gefecht bei Meierskappel. Schaden ca. Fr. 8'000.--, 8 Tote.
 
1848  Abstimmung über die Bundesverfassung: Mit 20 zu 83 Stimmen verworfen.
 
1897  Böschenrot kommt zu Schulkreis Meierskappel, Ibikon fällt weg.
 
1939  Die Kirchgemeinde bekommt die heutige Gestalt.
 
Politik in Meierskappel

Wie überall im Kanton Luzern beherrschten auch in Meierskappel lange Zeit die CVP und die Liberalen die politische Szene. Der Gemeinderat setzte sich in früheren Jahren aus vier Vertretern der CVP und einem Mitglied der liberalen Partei zusammen. Seit den politischen Unruhen in Meierskappel 1996 / 97 hat sich das Machtverhältnis geändert. Anfangs 1998 wurde die SVP-Ortspartei Meierskappel gegründet, welche sich seither stets bemüht das politische Gefüge nachhaltig zu verändern. Die noch junge Partei konnte in den wenigen Jahren in der sie politisch mitkonkurriert schon sehr grosse Erfolge feiern. So haben wir es geschafft innerhalb von wenigen Jahren einen Grossrat und einen Gemeinderat zu stellen, zur Zeit als einzige Partei von Meierskappel.

Organisation

Legislative

Exekutive

Einwohnergemeinde

Gemeindeabstimmung

Gemeinderat

Kirchengemeinde

Kirchengemeindeversammlung

Kirchenrat

Richterliche Behörden

Friedensrichter und Betreibungsamt.

 
     

Meierskappel und die Fänn - Geiss

Eine alte Sage ist die gruselige Geschichte, die in Meierskappel mindestens um das «Fänn» herumgeboten wurde. Dieses Grenzgebiet zwischen den Gemeinden Meierskappel und Küssnacht wurde während des zweiten Weltkrieges durch die Internierten freigelegt, denn es war ein sumpfiges Moor und Riedgebiet. Darum wohl ist die unheimliche Fänn-Geiss allmählich auch in Vergessenheit geraten.

Zuvor aber soll man in früheren Zeiten oft beim Einnachten aus dem Moorgebiet das deutliche Meckern einer Geiss gehört haben. Die Geiss aber konnte man nicht sehen. Die Strasse Meierskappel - Küssnacht aber führte damals noch durch das Moor im «Fänn». Wenn am Abend die Meierskappeler Bauern mit Pferd und Wagen von ihren Geschäften auf dem Markt in Küssnacht nach Hause zurückkehrten und durch das Ried fuhren, meckerte die unsichtbare Geiss. Sie näherte sich dem Wagen, sprang neben dem Bauern auf den Bock, so dass der ganze Wagen schaukelte. Kurz nach dem Überfahren der Gemeindegrenze nach Meierskappel verliess die Geiss mit einem gewaltigen Satz vom Bock den Wagen und verschwand meckernd im Ried. So lief es denn manchem Bauern heiss und kalt den Rücken hinunter. Es galt die Überzeugung, dass die Geiss die herumirrende Seele eines Bauern gewesen sein soll, der die Marchsteine zu seinen Gunsten versetzt haben soll.

Der letzte Meierskappeler, dem die Fänn-Geiss auf den Wagen gesprungen sein soll, war der Bauer und Grossrat Koller von der Hinterspichten.

Seitenanfang